EBV Infektion – Wie kommt es zu einer EBV Infektion

Was ist eine EBV Infektion? Das Epstein Barr Virus zählt sicherlich zu den am weitesten verbreiteten Viruserkrankungen überhaupt, schließlich haben sich schätzungsweise 98 Prozent aller Vierzigjährigen bereits mit dem hochansteckenden EBV-Virus infiziert.

EBV Infektion – Das sollten Sie darüber wissen

EBV InfektionDas Virus ist ein doppelsträngiges DNA-Virus aus der Familie der Herpesviren. Der Hauptübertragungsweg erfolgt über eine Tröpfchen- oder eine Kontaktinfektion.

Insbesondere über den Speichel kommt es häufig zu einer EBV Infektion. Seltener ist eine Übertragung über das Blut, beispielsweise im Zuge einer Bluttransfusion.

Bei etwa der Hälfte der Personen, die sich eine EBV Infektion eingefangen haben, bricht im Laufe ihres Lebens die infektiöse Mononukleose (Pfeiffersches Drüsenfieber) aus.

Die Mononukleose wird aufgrund ihrer hohen Ansteckungsgefahr auch kissing disease oder Kusskrankheit genannt. Es gibt verschiedene Tests, die das Epstein Barr Virus im Blut nachweisen können.

Sie arbeiten alle nach demselben Prinzip und machen sich zunutze, dass der Körper nach einer erfolgten EBV Infektion Antikörper bildet. Diese Antikörper treten nur in bestimmten Zeitintervallen nach der EBV Infektion auf und verschwinden zum Großteil wieder.

So schließt beispielsweise ein positiver EBNA-1-IgG-Test eine akute EBV-Infektion prinzipiell aus, da diese Antikörper erst nach Wochen bis Monaten vom Immunsystem gebildet werden.

Buch Tipp:

Epstein barr Virus Symptome

EBV Infektion – Symptome und Pfeiffersches Drüsenfieber

Die Inkubationszeit beträgt beim Pfeifferschen Drüsenfieber bei Kindern etwa eine Woche bis einen Monat. Bei Erwachsenen ist dieser Zeitraum mit vier bis sieben Wochen etwas länger.

Betroffene Personen klagen über grippeähnliche Symptome und werden häufig von Fieber, Gliederschmerzen und lang anhaltender Müdigkeit geplagt.

Darüber hinaus schwellen die Lymphknoten an und es kommt zu Entzündungen im Hals- und Rachenraum. Nicht selten sind überdies Kopfschmerzen, Übelkeit, Schüttelfrost und ein trockener Husten zu beobachten.

 

Hin und wieder kommt es daher vor, dass die aus der EBV Infektion resultierende infektiöse Mononukleose nicht erkannt wird und mit einer gewöhnlichen Grippe oder einer Streptokokken-Angina verwechselt wird.

Ist dies der Fall, dann werden in der Regel wirkungslose Antibiotika verschrieben, deren Nebenwirkungen zu unangenehmen Hautausschlägen und Juckreiz am ganzen Körper der Patienten führen können.

Da bisher noch kein spezielles Präparat zur Bekämpfung des Pfeiffer-Drüsenfiebers entwickelt wurde, bleibt den betroffenen Personen nichts anderes übrig als die kräftezehrende Erkrankung bei absoluter Bettruhe zu überstehen. Auf jegliche körperliche Anstrengung in Form von Sport oder Bewegung ist zu verzichten.

Der Flüssigkeitsverlust sollte durch das Trinken von ausreichend vielem Tee und Wasser kompensiert werden.

In den meisten Fällen verläuft eine EBV Infektion und eine Erkrankung an der Kusskrankheit ohne Komplikationen und ist nach wenigen Tagen bis Wochen überstanden.

Hin und wieder verläuft die Krankheit jedoch auch chronisch und zieht sich über Monate oder sogar Jahre hin. Es können Komplikationen wie Entzündungen von Gehirn, Herzmuskel, Niere oder Lunge, starkes Anschwellen innerer Organe sowie infektiöse Blutarmut und Blutplättchenarmut auftreten.

 

EBV Infektion – Verbindung zu anderen Krankheitsbildern

Dem Epstein-Barr-Virus wird bei etlichen weiteren Krankheitsbildern eine tragende Rolle zugesprochen. So wird beispielsweise vermutet, dass die multiple Sklerose mit dem EBV-Virus in Verbindung steht.

Ein Indiz dafür ist, dass bei an multipler Sklerose erkrankten Kindern viel häufiger eine Immunreaktion gegen das Virus feststellbar ist als bei nicht erkrankten Kindern.

Desweiteren wird das Virus mit dem Chronischen Erschöpfungssyndrom (CFS) und seltenen Tumoren im Hals- und Rachenraum in Verbindung gebracht.

Eine EBV Infektion stellt die Mediziner in vielerlei Hinsicht vor ungeklärte Fragen. Sicher ist jedoch, dass Patienten, die die Krankheit überstanden haben, für den Rest ihres Lebens als immun gelten.

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