Pfeiffersches Drüsenfieber – Auch Mononukleose genannt

Pfeiffersches DrüsenfieberBei Fachleuten ist Pfeiffersches Drüsenfieber auch unter dem Begriff Mononukleose bekannt, der Betroffene hört in der Regel beim Arzt zum ersten Mal davon.

Beschwerden, wie sie von einer Erkältung herrühren könnten, sind der Grund für den Arztbesuch, je älter die Patienten, desto ausgeprägter sind die Symptome.

Der Auslöser für die Erkrankung Pfeiffersches Drüsenfieber ist das Epstein Barr Virus. Dabei handelt es sich um ein Herpes Virus (HHV 4), das den Menschen über eine Tröpfcheninfektion erreicht. Kinder zeigen noch nicht einmal grundsätzlich die Symptome, in vielen Fällen infizieren sie sich, ohne dass es bemerkt wird.

Jugendliche und Erwachsene leiden dagegen öfter, je älter sie sind unter deutlich ausgeprägten Symptomen, diese können dann über Wochen präsent sein. Hier scheint der Verbreitungsweg am häufigsten vorzukommen, deshalb spricht man im Volksmund auch von der Kusskrankheit.

 

Pfeiffersches Drüsenfieber – Das Epstein Barr Virus ist schuld

Das Epstein Barr Virus wurde im Jahre 1964 von den beiden Virologen Michael Epstein und Yvonne M. Barr entdeckt.

Sie fanden es in den B-Lymphozyten eines Menschen aus Afrika, der am Burkitt-Lymphom erkrankt war. Die B-Lymphozyten gehören zur Familie der weißen Blutkörperchen und können als einzige Zellform Antikörper bilden.

Sie sind ein wichtiger Teil des Immunsystems und kommen deshalb bei einer Schwächung immer wieder vermehrt vor und verursachen Beschwerden.

Buch Tipp:

Epstein barr Virus Symptome

Wer kann Pfeiffersches Drüsenfieber bekommen?

Wie erwähnt, erfolgt die Infektion in den meisten Fällen im Kindesalter, verhält sich aber in dieser Entwicklungsphase noch ruhig.

Schon bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen zeigen sich in 30-60% der infizierten Personen akute Infektionen mit den typischen Beschwerden. Grundsätzlich ist es so, dass das Epstein Barr Virus lebenslang im Körper des infizierten Menschen überlebt.

 

Auch wenn es nicht ständig Probleme verursacht, kann es in bestimmten Gesundheitslagen immer wieder aufflammen.

So, wie die anderen Herpesviren ihre Präsenz bei allgemeiner Immunschwäche zeigen, taucht auch das Epstein Barr Virus dann auf, wenn eine allgemeine Schwäche, eine chronische Erkrankung oder ein geschwächtes Immunsystem die nötigen Bedingungen schaffen.

 

Pfeiffersches Drüsenfieber – woher kommt diese Bezeichnung

Auch die Begriffe Morbus Pfeiffer, infektiöse Mononukleose oder Monozyten Angina sind geläufig und beschreiben ein Krankheitsbild, das wie der Name vermuten lässt, mit Fieber einhergeht.

Der Kinderarzt Emil Pfeiffer, der von 1846-1921 lebte, hat die Erkrankung erstmalig beschrieben. Fieber und geschwollene Lymphknoten ergaben die Bezeichnung Pfeiffersches Drüsenfieber.

Über den Ansteckungsweg wird die Schleimhaut im Mund und Rachen befallen, hier nistet sich das Virus in die Schleimhautzellen und in die B-Lymphozyten, eine Art der weißen Blutkörperchen, ein.

 

Wann bricht Pfeiffersches Drüsenfieber aus?

Die Inkubationszeit, also die Zeit zwischen der Ansteckung und dem ersten Ausbruch der Symptome, bei dieser Erkrankung liegt bei bis zu vier Wochen.

In dieser Zeit können sich die Viren nicht nur gründlich vermehren, sie vermehren sich auch über den Blutkreislauf und gelangen so zu den Organen Mandeln, Milz und Lymphknoten. Auch die Leber kann davon betroffen sein.

Leider gibt es für die Erkrankung Pfeiffersches Drüsenfieber keine speziellen Medikamente. Die Behandlung erfolgt rein nach den Symptomen.

Diese äußern sich zwar typisch, aber vielfältig. Ein allgemeines Krankheitsgefühl, Abgeschlagenheit, Müdigkeit und grippeähnliche Symptome sind ebenso vorhanden, wie ein Fieber im Bereich bis zu 39°. Meistens kommen die Lymphknotenschwellungen und Mandelentzündungen hinzu, diese haben dann einen grauen Belag.

Der Besuch beim Arzt wird dann dafür sorgen, dass Medikamente gegen diese Symptome verordnet werden, manchmal ist auch ein Antibiotikum dabei, wenn Bakterien dazugekommen sind.

 

Pfeiffersches Drüsenfieber – Kann es zu Komplikationen kommen?

Auch wenn die Beschwerden für Pfeiffersches Drüsenfieber typisch sind, können sie bei jedem Erkrankten unterschiedlich intensiv ausfallen. In seltenen Fällen kann es auch vorkommen, dass über einen langen Zeitraum Beschwerden vorhanden sind, die dann dafür sorgen, dass sich der Erkrankte in seiner normalen Leistung richtig eingeschränkt fühlt.

Es kann auch vorkommen, dass Komplikationen in Form von Entzündungen innerer Organe, wie des Herzmuskels oder auch ein Milzriss vorkommen. Einige Krebsarten können durch das Epstein Barr Virus begünstigt werden, wie beispielsweise das Nasopharynxkarzinom oder das Burkitt-Lymphom. Europa, Asien und Afrika beobachten jeweils andere Verläufe bei der Erkrankung.

Grundsätzlich sind aber immungeschwächte Patienten gefährdeter und auch bei chronisch kranken Menschen hat das Epstein Barr Virus meist bessere Chancen, sich immer wieder zu vermehren und dann die Symptome zu verursachen.

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